Kunst, Gesundheit, Bildung

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Im Februar des Jahres 1999 wurde der Verein „Von Wien nach Wladiwostok e.V.“ mit Sitz im Künstlerdorf Langenzell in „Kunst, Gesundheit, Bildung“, kurz KGB, umbenannt. Er verfolgt wie sein Vorgänger ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Der Name ist Programm. Die Mitglieder sind selbst Ausstellungsmacher und Künstler oder kommen aus Handwerks-, Heil- oder Lehrberufen. Unsere Ausstellungen, Aufführungen, Festivals, Tagungen, Workshops und Seminare sind so vielfältig wie das breite Spektrum der Mitglieder, die im ganzen Bundesgebiet verstreut sind.

Herausragendes Projekt der Jahre 2004-2007 war die Ausstellung RE-ART ONe, Kunst und Design im Kontext von Abfall und Recycling mit insgesamt 50 Künstlern aus 15 Ländern. Diese Ausstellung startete in der Samtgemeinde Sietland in einem ehemaligen Recycylingwerk und ging im Folgejahr als Deutscher Beitrag zum Weltumwelttag nach San Francisco, wurde erste Kunstausstellung im Neuen Umweltbundesamt in Dessau und war sogar in der Main Lobby der Vereinten Nationen in Nairobi zu sehen. Die Ausstellung ist Umweltbildung mit den Mitteln zeitgenössischer Kunst. RE-ART ONe wurde als weltweit erste Ausstellung von der UNESCO als offizielles Projekt in der UN-Dekade Bildung zur Nachhaltigkeit von 2005 - 2008 ausgezeichnet und war zudem Deutscher Beitrag im EU-Projekt "Making Waste Work". Bislang zählt die das Projekt über 30.000 Besucher. Die Ausstellung kann bei Interesse übernommen werden. Aus dem Freundeskreis dieser Ausstellung ist ein eigenständiger Partnerverein "Kunst, Gesundheit, Bildung e.V." mit Sitz im Hauptort der Samtgemeinde Sietland in Ihlienworth/Niedersachsen hervorgegangen.

Das nächste Projekt des Vereins ist die Ausstellung "Kunst im Klimawandel". Sie umfasst aktuell ca. 30 Künstler aus 12 Nationen. Thema ist der durch den meterologischen Klimawandel ausgelöste geistige Klimawandel.

Am Sitz des Vereins veranstalteten wir im Jahr 2003 unter dem Titel "Wachgeküsst" ein großes Festival mit Theater, Tanz, Musik und bildender Kunst. Bespielt wurden u.a. der Schlosspark, der Ballsaal des Neuen Langenzeller Schlosses, das Kellergewölbe des alten Langenzeller Schlosses, der Gutshof, die alte Schlossgärtnerei und die ehemalige Sattelkammer. Dieses Projekt ließ das gewaltige Potenzial des Künstlerdorfs sichtbar werden. Die mit dem Organisationsaufwand verbundenen Kosten verhinderten bislang ein entsprechendes Folgeprojekt.

Unter dem Titel "E-Werk auf Draht" führten wir u.a. eine Drahtkunstausstellung mit Arbeiten von Stefanie Welk im alten Wasserkraftwerk Meckesheim durch, das uns unser regionaler Energieversorger SÜWAG für Ausstellungs- und Lagerzwecke kostenfrei zur Verfügung stellt.

Die Ausstellung "Aus-ge-Buch-t und Neu entbunden" des Konzeptkünstlers Samuel J. Fleiner wurde hier gefertigt, die u.a. auch im Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen und im Kleist-Museum Frankfurt (Oder) gezeigt wurde und die es 2003 sogar in die Bundeskunsthalle geschafft hat.

Unseren Mitgliedern stellen wir umfangreichen Webspace zur Verfügung, der z.B. von der Internet-Authorin Odile Endres für ihre aufwändigen Projekte genutzt wird.

Im Gesundheitsbereich führen wir regelmäßig Entspannungs- und Bewegungsseminare durch. Dafür konnten wir die Gesundheitspsychologin Angela Wagner aus Wiesloch, die Heilpraktikerin Ursula Rimbach aus Meckesheim und den Gesundheitssporttrainer Dirk Pinnig aus Heidelberg gewinnen. Frau Wagner lehrt Entspannungsverfahren an der Uni Mannheim. Sie entwickelt und leitet gesundheitsfördernde Programme für Betriebe. Ursula Rimbach hat eine Ausbildung in chinesischer Medizin und Akupunktur und leitet unsere Qi Gong Seminare. Dirk Pinnig arbeitet freiberuflich in unterschiedlichen Gesundheitsprogrammen von Krankenkassen und Unternehmen mit.

Aber auch die Bildung im engeren Sinne kommt bei Kunst, Gesundheit, Bildung nicht zu kurz. Im Begleitprogramm der RE-ART ONe fanden über 100 Workshops mit Schulklassen statt, bei denen Künstler mit Schülern große und kleine Kunstwerke aus Abfällen herstellten. Fast 5000 Schüler profitierten von diesem innovativen Projekt. Spannend in diesem Zusammenhang: Selbst Problemjugendliche (sog. "Schulverweigerer" und "schwer Erziehbare") haben über die Begegnung mit Künstlern zur kreativen Betätigung gefunden und bemerkenswerte Ergebnisse erarbeitet.

Unter der Leitung des Musikers und Tonkünstlers Johannes Schmidt veranstalteten wir die Workshops „Ton und Töne“. Im Kurs werden Klangkörper aus Ton hergestellt und anschließend bespielt. Auch die Kleinen kommen auf ihre Kosten. Die Keramikdesignerin Dagmar Griewisch bietet beim „Töpfern für Kinder“ die Möglichkeit der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Besonders beliebt sind kreative Kindergeburtstage: Termine auf Anfrage, Ort „Kunstwerkstube Langenzell“.

Unter der Überschrift „Fernweh“ gibt es eine lose Reihe von Vorträgen über ungewöhnliche Reiseprojekte. Es gab einen Vortrag über die Baikal-Amur-Magistrale. Ein 7-facher Teilnehmer des „Ironman Hawaii“ berichtet über das Archipel und einer der Organisatoren von „Brats meets Barbecue“ erzählte von seinen Erlebnissen während der Olympiade in Atlanta. Für weitere Vorschläge über ungewöhnliche Reiseberichte sind wir stets offen.

Unter dem Dach des Vereins fanden die ersten zwei Mal der mittlerweile zur festen Einrichtung gewordenen Gaia - Tagung: Globales Bewußtsein - Lokal gelebt statt. Die Aktiven, die diese Tagung organisiert haben, gründeten mittlerweile einen eigenen Verein.

Zwischen 1991 - 1994 realisierten wir zudem 4 internationale und interdisziplinäre »Rollende Zukunftswerkstätten« im Rahmen des Aktionskunstprojekts »Von Wien nach Wladiwostok - Eine Geste der Versöhnung«. Künstler, Wissenschaftler und Experten aus Ost und West reisten zwei bis drei Wochen zusammen. Sie hielten Vorträge, besuchten Projekte, diskutierten und entwickelten Ideen. Es gab Ausstellungen und Performances. Dabei entstanden Joint Ventures, gemeinsame Forschungsvorhaben und langjährige Freundschaften. Unsere Aktionsräume waren der »Goldene Ring«, die «Strecke Berlin - Ulan Bator«, die »Baikal-Amur-Magistrale« zwischen Novosibirsk und Wladiwostok und eine Route von Dänemark nach Italien. Bei den Finanzierungen der Reisen halfen die EU, der Stiftungsverband Regenbogen, das russische Kulturministerium und viele Privatleute.

Impressum:

Kunst, Gesundheit, Bildung
ehem. Schloßgärtnerei Langenzell
69257 Wiesenbach/Baden

Tel.: ++49-06223-970051
Fax: ++49-06223-970052

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