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1990 startete unsere Initiative als „Von Wien nach Wladiwostok e.V.“ mit dem Projekt "Rollende Zukunftswerkstätten". Wir organisierten insgesamt 3 Sonderzüge in Rußland und eine Rundreise in Westeuropa mit West- und Osteuropäischen Teilnehmern zu den Themen Nachhaltige Entwicklung, Konkrete Utopie und Demokratieentwicklung. Siehe unten! Im Februar des Jahres 1999 wurde der Verein „Von Wien nach Wladiwostok e.V.“ mit Sitz im Künstlerdorf Langenzell in „Kunst, Gesundheit, Bildung“, kurz KGB, umbenannt. Er verfolgt wie sein Vorgänger ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Der Name ist Programm. Die Mitglieder sind selbst Ausstellungsmacher und Künstler oder kommen aus Handwerks-, Heil- oder Lehrberufen. Unsere Ausstellungen, Aufführungen, Festivals, Tagungen, Workshops und Seminare sind so vielfältig wie das breite Spektrum der Mitglieder, die im ganzen Bundesgebiet verstreut sind. Der Verein ist gemeinnützig anerkannnt. Es gibt keine fest angestellten Mitarbeiter und keine Zweckbetriebe. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich.
Das Aktuelle Projekt ist die Ausstellung "Arte Sustenibile UNO" - Kunst und Design im Kontext von Klimawandel und Nachhaltigkeit. Die Ausstellung steht seit 2008 unter der Schirmherrschaft von Tanja Gönner, Umweltministerin in Baden Württemberg. 2009 übernahmen die Deutsche UNESCO Kommission und Hans-Heinrich Sander, Umweltminister in Niedersachsen weitere Schirmherrschaften. Siehe auch www.arte-sustenibile.org. zwischenzeitlich ist die Ausstellung von ursprünglich 60 Künstlern, Designern und Initiativen aus 16 Ländern auf über 70 angewachsen. Diese Ausstellung, die den Nachhaltigkeitsbegriff konkret erlebbar macht, wurde 2009 in München als "Offizielles Projekt in der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet (siehe auch www.bne-portal.de). Die Ausstellung startete 2008 in Bad Urach bei Stuttgart im Artquadrom, war dann im Umweltbundesamt Dessau und Berlin zu Gast und im Jahr 2009 in der Bundeskunsthalle Bonn und der RE-ART Halle bei Cuxhaven zu sehen. Während der Ausstellung in Bonn war die Ausstellung außerdem offizielles Kulturprogramm der UNESCO Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung.
2008 veranstaltete der Verein die Ausstellung "Kunst im alten Schloss" im Künstlerdorf Langenzell mit unseren Mitgliedern Angela Krieglstein, Mitsch Thomas, Matthias Bischoff und weiteren Gastkünstlern.
2007 realisierte der KGB die Ausstellung "Kunst im Klimawandel". Sie umfasste 40 Künstler aus 14 Nationen. Thema ist der durch den meterologischen Klimawandel ausgelöste geistige Klimawandel. Diese Ausstellung war bislang in der RE-ART Halle in Ihlienworth bei Cuxhaven und im Triplex in Heidelberg zu sehen.
Herausragendes Projekt der Jahre 2004-2008 war die Ausstellung RE-ART ONe, Kunst und Design im Kontext von Abfall und Recycling mit insgesamt 50 Künstlern aus 15 Ländern. Diese Ausstellung startete in der Samtgemeinde Sietland in einem ehemaligen Recycylingwerk und ging im Folgejahr als Deutscher Beitrag zum Weltumwelttag nach San Francisco, wurde erste Kunstausstellung im Neuen Umweltbundesamt in Dessau und war sogar in der Main Lobby der Vereinten Nationen in Nairobi zu sehen. Die Ausstellung ist Umweltbildung mit den Mitteln zeitgenössischer Kunst. RE-ART ONe wurde als weltweit erste Ausstellung von der UNESCO als offizielles Projekt in der UN-Dekade Bildung zur Nachhaltigkeit von 2005 - 2008 ausgezeichnet und war zudem Deutscher Beitrag im EU-Projekt "Making Waste Work". Bislang zählt die das Projekt über 30.000 Besucher. Aus dem Freundeskreis dieser Ausstellung ist ein eigenständiger Partnerverein "Kunst, Gesundheit, Bildung e.V." mit Sitz im Hauptort der Samtgemeinde Sietland in Ihlienworth/Niedersachsen hervorgegangen. 2008 war die Ausstellung offizieller Deutscher Beitrag beim Festival Dubai Summer Surprise und wurde dort vom Umweltminister der Vereinigten arabischen Emirate (UAE) im Beisein des Kulturattaché Hans-Burkhard Sauerteig des Deutschen Konsulats eröffnet. Die Eröffnungen in San Francisco und Nairobi wurden von Dr. Klaus Töpfer vollzogen. In Nairobi durchschnitten außerdem die Kenianische Nobelpreisträgerin Wangari Maathai und die leitende Direktorin der UN-Habitat Dr. Anna Kajumulo Tibaijuka das Band der Ausstellung. Dabei war fast das gesamte diplomatische Chor Nairobis anwesend. Auch der Deutsche Botschafter in Nairobi Walter Lindner ließ sich vom Kurator durch die Ausstellung führen.
Alle Ausstellungen sind noch aktiv und können bei Interesse übernommen werden.
Am Sitz des Vereins veranstalteten wir im Jahr 2003 unter dem Titel "Wachgeküsst" ein großes Festival mit Theater, Tanz, Musik und bildender Kunst. Bespielt wurden u.a. der Schlosspark, der Ballsaal des Neuen Langenzeller Schlosses, das Kellergewölbe des alten Langenzeller Schlosses, der Gutshof, die alte Schlossgärtnerei und die ehemalige Sattelkammer. Dieses Projekt ließ das gewaltige Potenzial des Künstlerdorfs sichtbar werden. Die mit dem immensen Organisationsaufwand verbundenen Kosten verhinderten bislang ein entsprechendes Folgeprojekt.
Unter dem Titel "E-Werk auf Draht" führten wir u.a. eine Drahtkunstausstellung mit Arbeiten von Stefanie Welk im alten Wasserkraftwerk Meckesheim durch, das uns unser regionaler Energieversorger SÜWAG für Ausstellungs- und Lagerzwecke kostenfrei zur Verfügung stellt.
Die Ausstellung "Aus-ge-Buch-t und Neu entbunden" des Konzeptkünstlers Samuel J. Fleiner wurde ebenfalls im alten Wasserkraftwerk gefertigt und von unserem Verein präsentiert. Diese Ausstellung wurde u.a. auch im Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen, im Kleist-Museum Frankfurt (Oder), in der Bundeskunsthalle Bonn, im Fremdsprachenzentrum des Europarats in Graz und vielen Bibliotheken gezeigt.
Unseren Mitgliedern stellen wir umfangreichen Webspace zur Verfügung, der z.B. von der Internet-Autorin Odile Endres für ihre aufwändigen Projekte genutzt wird.
Im Gesundheitsbereich führen wir regelmäßig Entspannungs- und Bewegungsseminare durch. Dafür konnten wir die Gesundheitspsychologin Angela Wagner aus Wiesloch, die Heilpraktikerin Ursula Rimbach aus Meckesheim und den Gesundheitssporttrainer Dirk Pinnig aus Heidelberg gewinnen. Frau Wagner lehrte Entspannungsverfahren an der Uni Mannheim. Sie entwickelt und leitet gesundheitsfördernde Programme für Betriebe und Krankenkassen. Ursula Rimbach hat eine Ausbildung in chinesischer Medizin und Akupunktur und leitet unsere Qi Gong Seminare. Dirk Pinnig arbeitet freiberuflich in unterschiedlichen Gesundheitsprogrammen von Krankenkassen und Unternehmen mit.
Aber auch die Bildung im engeren Sinne kommt bei Kunst, Gesundheit, Bildung nicht zu kurz. Im Begleitprogramm der RE-ART ONe fanden über 100 Workshops mit Schulklassen statt, bei denen Künstler mit Schülern große und kleine Kunstwerke aus Abfällen herstellten. Fast 5000 Schüler profitierten von diesem innovativen Projekt. Spannend in diesem Zusammenhang: Selbst Problemjugendliche (sog. "Schulverweigerer" und "schwer Erziehbare") haben über die Begegnung mit Künstlern zur kreativen Betätigung gefunden und bemerkenswerte Ergebnisse erarbeitet.
Unter der Leitung des Musikers und Tonkünstlers Johannes Schmidt veranstalteten wir die Workshops „Ton und Töne“. Im Kurs werden Klangkörper aus Ton hergestellt und anschließend bespielt. Auch die Kleinen kommen auf ihre Kosten. Die Keramikdesignerin Dagmar Griewisch bietet beim „Töpfern für Kinder“ die Möglichkeit der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Besonders beliebt sind kreative Kindergeburtstage: Termine auf Anfrage, Ort „Kunstwerkstube Langenzell“.
Unter der Überschrift „Fernweh“ gab es eine lose Reihe von Vorträgen über ungewöhnliche Reiseprojekte. Es gab einen Vortrag über die Baikal-Amur-Magistrale. Ein 7-facher Teilnehmer des „Ironman Hawaii“ berichtet über das Archipel und einer der Organisatoren von „Brats meets Barbecue“ erzählte von seinen Erlebnissen während der Olympiade in Atlanta. Für weitere Vorschläge über ungewöhnliche Reiseberichte sind wir stets offen.
Unter dem Dach des Vereins fanden die ersten zwei Mal der mittlerweile zur festen Einrichtung gewordenen Gaia - Tagung: Globales Bewußtsein - Lokal gelebt statt. Die Aktiven, die diese Tagung organisiert haben, gründeten mittlerweile einen eigenen Verein.
Zwischen 1991 - 1994 realisierten wir zudem 4 internationale und interdisziplinäre »Rollende Zukunftswerkstätten« im Rahmen des Aktionskunstprojekts »Von Wien nach Wladiwostok - Eine Geste der Versöhnung«. Künstler, Wissenschaftler und Experten aus Ost und West reisten zwei bis drei Wochen zusammen. Sie hielten Vorträge, besuchten Projekte, diskutierten und entwickelten Ideen. Es gab Ausstellungen und Performances. Dabei entstanden Joint Ventures, gemeinsame Forschungsvorhaben und langjährige Freundschaften. Unsere Aktionsräume waren der »Goldene Ring«, die «Strecke Berlin - Ulan Bator«, die »Baikal-Amur-Magistrale« zwischen Novosibirsk und Wladiwostok und eine Route von Dänemark nach Italien. Bei den Finanzierungen der Reisen halfen die EU, der Stiftungsverband Regenbogen, das russische Kulturministerium und viele Privatleute.
Kunst, Gesundheit, Bildung e.V.
Vorstand Dipl.-Ing. Samuel J. Fleiner
Dilsberger Landstr. 19
69257 Wiesenbach/Baden
Tel.: ++49-06223-970051
Fax: ++49-06223-970052